In Berlin haben bis Ende Oktober genau 601 Wohnungsvermieter Härtefallanträge gestellt, weil sie in dem verordneten Mietendeckel eine „unbillige Härte“ sehen. Laut einem Bericht des „rbb“ haben sie bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt, eine höhere Miete verlangen zu dürfen, als es der Mietendeckel gestattet, weil sie sonst in eine finanzielle Schieflage geraten würden. Betroffen seien davon 5.120 Wohnungen, die meisten (1.138) in Mitte, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (714) und Neukölln (669), habe die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf Anfrage des Senders mitgeteilt. In 165 Fällen habe die IBB diese Genehmigung erteilt, in fünf Fällen seien die Anträge abgelehnt worden; 220 seien in Bearbeitung und 211 noch unbearbeitet. Seit Februar sind die Mieten in Berlin für fünf Jahre eingefroren. Am kommenden Montag tritt die zweite Stufe in Kraft, mit der Vermieter zusätzlich verpflichtet sind, überhöhte Mieten abzusenken.

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