Der Investmentmarkt für deutsche Gewerbeimmobilien kam dank eines guten ersten Quartals und eines starken Endspurts robust durch das Corona-Jahr. BNP Paribas Real Estate errechnet für 2020 ein Transaktionsvolumen von knapp 60 Mrd. Euro. Auf gut 59 Mrd. kommen Colliers International und CBRE; Cushman & Wakefield sowie Savills liegen mit ihren Zahlen knapp dahinter. JLL ermittelt nach Abzug der Kategorie „Living“ 56 Mrd. Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Rekord-Vorjahr (die größten Investment-Broker beziffern ihn auf 5 bis 20 %) wird ziemlich genau der Schnitt der letzten fünf Jahre getroffen. „Kapitaldruck schlägt Rezession“, resümiert JLL. Bei BNPPRE wird das starke Schlussquartal mit über 18 Mrd. Euro Umsatz als Zeichen dafür gewertet, dass die Investoren die Auswirkungen der Coronakrise als „temporär begrenzt“ einstufen. Im 4. Quartal meldeten sich die asiatischen Investoren wieder auf dem Markt zurück, so Colliers. Die drei größten Deals in Q4 gingen auf deren Konto. Für das neue Jahr herrscht weitgehend Zuversicht: Für Top-Immobilien könnten die Renditen vereinzelt weiter sinken, beim Transaktionsvolumen wird erneut mit 55 bis 60 Mrd. Euro gerechnet.