Die Risikowächter der Europäischen Zentralbank (EZB) sehen in vielen EU-Ländern Anzeichen für eine Überbewertung von Immobilien. Der gestern veröffentlichte Jahresbericht des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB), der unter Leitung von EZB-Chef Mario Draghi steht, warnt Banken und Immobilienkreditgeber deshalb vor Verlusten im Falle eines Abschwungs. Die steigende Nachfrage nach Wohneigentum habe die Wohnungspreise stark nach oben getrieben und zu einer wachsenden Verschuldung der Privathaushalte geführt. Auch die meisten europäischen Gewerbeimmobilienmärkte hält das Gremium derzeit für überteuert und krisenanfällig. Als Hauptgrund nennt es den Renditehunger von Investoren und die „stark heterogene Natur der Gewerbeimmobilienfinanzierung“. Andererseits steige die jährliche Kreditvergabe noch maßvoll oder gehe in manchen Ländern wie Deutschland sogar zurück.

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