Ladenschließungen zur Bekämpfung des Corona-Virus kosten den Non-Food-Einzelhandel 1,15 Mrd. Euro pro Tag. Diese Zahl nannte Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Händler-Verbands HDE, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Schon in drei bis vier Wochen werde es Insolvenzen geben. „Dauert der Shutdown acht Wochen, kann der Einzelhandel das nicht aushalten“, sagte Genth. Zur Verhinderung einer Insolvenzwelle forderte er „Direktzahlungen, die weit über das Beschlossene hinausgehen“. Die Zahlungen müssten an Mittelständler, aber auch an große Kaufhausketten fließen. Unterdessen kündigt Finanzminister Olaf Scholz in der heutigen Ausgabe des „Handelsblatts“ einen Notfallfonds an, der sich an kleinere und mittelständische Unternehmen richtet. Der Fonds solle insbesondere bei Verbindlichkeiten aus Miet- und Pachtverhältnissen helfen. Ein erster Filialist, der nach staatlicher Unterstützung ruft, ist die ohnehin schlingernde Gastrokette Vapiano. Die meldete heute einen hohen Liquiditätsbedarf, weil der Umsatz wegen der Corona-Krise eingebrochen sei. Der Verlust von 50 % des Grundkapitals sei zu erwarten. Das Unternehmen beabsichtigt, staatliche Unterstützungen zu beantragen.

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