Büronutzer werden auch nach der Covid-19-Krise deutlich mehr von zu Hause arbeiten. Laut einer Umfrage von JLL in Nordamerika verdoppelt sich langfristig der Anteil der Mitarbeiter, die künftig mindestens zwei Tage im Homeoffice verbringen werden. Vor der Krise war dies bei weniger als einem Viertel der Bürobeschäftigten der Fall. Diese und andere Zahlen stellte Helge Scheunemann, Head of Research Germany bei JLL, gestern beim „Virtual Business Breakfast“ von THOMAS DAILY vor. Er hält einen Rückgang des Büroflächenbedarfs nach der Krise um 10 % für realistisch. Das wäre jedenfalls das Ergebnis, wenn 15 % der Büroangestellten zusätzlich remote arbeiten und sich der Bedarf an Allgemeinflächen leicht erhöhte. „Das Thema Homeoffice geht nicht weg“, sagte auf der Veranstaltung auch Thomas Glatte, der bei BASF für alle globalen Immobilienaktivitäten verantwortlich zeichnet und im Board des Europa-Chapters von Corenet Global sitzt. Aus seiner Sicht hat die Corona-Krise den Nachweis erbracht, dass Heimarbeit deutliche Produktivitätsvorteile bedeutet. Für kreative Prozesse aber sei derzeit noch das Büro der bessere Ort. „Wir werden nicht von heute auf morgen unsere Büroflächen abschmelzen“, sagte er. Langfristig könnte sich der Bedarf aber durchaus um 20 bis 30 % verringern.

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