20
Aug

Weniger Wohnungsbaugenehmigungen im 1. Halbjahr

Trotz vielerorts herrschender Wohnungsnot war der Neubau im 1. Halbjahr rückläufig. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurde bis Ende Juni der Bau von 168.500 Wohnungen genehmigt – 0,6 % weniger als vor einem Jahr. Bei den Mehrfamilienhäusern legten die Baugenehmigungen zwar um 4,9 % zu, bei den Einfamilienhäusern sanken sie dagegen um 1,6 und bei Zweifamilienhäusern um 2,9 %. Die Neubaugenehmigungen für Wohnheime schrumpften um 36 %. Rechnet man dieses Segment aus der Gesamtschau heraus, ergibt sich immerhin ein leichtes Plus von 1,8 %. Die Immobilienverbände schlagen angesichts dieser Entwicklung Alarm. “Diese ernüchternden Zahlen liegen unter den Erwartungen und spiegeln die aktuell lähmende politische Situation auf dem angespannten Wohnungsmarkt wider”, sagt ZIA-Präsident Andreas Mattner. Er und der BFW-Präsident Andreas Ibel fordern “endlich Taten” von der Politik, etwa ein Beschleunigungsgesetz.